Was das GUT-Siegel tatsächlich prüft
Schadstoffgeprüft“ steht auf vielen Etiketten; beim GUT-Siegel steckt ein definiertes Prüfprogramm dahinter, das anerkannte Labore wie das eco-INSTITUT durchführen (eco-INSTITUT: Prüfkriterien GUT). Es besteht aus drei Teilen:
- Schadstoffprüfung im Material: Schwermetalle, Weichmacher, Biozide und Pestizide sowie langlebige organische Schadstoffe (POPs).
- Emissionsprüfung in der Prüfkammer nach ISO 16000: gemessen wird, was der Teppich an die Raumluft abgibt – Formaldehyd, weitere Aldehyde und Ketone, krebserzeugende Stoffe und die Summe flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC). Die Grenzwerte gelten zu zwei Zeitpunkten: nach 3 Tagen höchstens 10 µg/m³ Formaldehyd und 250 µg/m³ TVOC, nach 28 Tagen höchstens 4 µg/m³ Formaldehyd und 100 µg/m³ TVOC. Krebserzeugende Stoffe dürfen zu beiden Zeitpunkten nicht nachweisbar sein.
- Sensorische Geruchsprüfung: Ein neuer Teppich darf nicht störend riechen.
Jedes geprüfte Produkt erhält eine eigene Lizenznummer, über die sich die Angaben online prüfen lassen (GUT e.V.: Das GUT-Label). Seit 2004 ist das Siegel um PRODIS erweitert, ein Produktinformationssystem, das zusätzlich Gebrauchseigenschaften nach europäischen Normen dokumentiert.
Wer eine Allergikerempfehlung sucht, ist mit dem GUT-Siegel allein nicht bedient – das ist ein anderes Prüfverfahren. Serien mit ausgewiesener Allergiker-Eignung finden Sie unter DAS TEPPICHWERK Halbrund.
Serien mit GUT-Siegel im Vergleich
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Die Tabelle zeigt, worin sich die Serien unterscheiden, wenn das Siegel gesetzt ist: Ariston und Rambo New sind die Einstiegsqualitäten mit leichtem Flor und breiter Farbauswahl; Amsterdam und Multistripe bringen Muster, Potsdam und Göteborg den passenden Flurläufer; Pegasus ist mit 950 g/m² die dichteste einfarbige Qualität, Zerbst das einzige Nadelvlies – flach, für intensive Beanspruchung ausgelegt und als einzige Serie dieser Kategorie auch rechteckig. Alle Serien werden verlegefertig mit Klebematerial geliefert; ob ein Kunststoffwinkel dabei ist, steht in der jeweiligen Produktbeschreibung.
Welche Farbe es sein soll, entscheiden Sie am besten über die Farb-Kategorien, etwa Schwarz/Anthrazit oder Sand; ein kostenloses Muster beantwortet nebenbei die Geruchsfrage am echten Material.
So prüfen Sie das Siegel selbst
Ein Siegel ist nur so viel wert wie seine Nachprüfbarkeit. Bei GUT-geprüften Qualitäten steht die Lizenznummer auf dem Etikett oder im Datenblatt der Teppichware; über die Website des GUT e.V. lässt sich damit abrufen, ob die Lizenz aktuell ist und welche Eigenschaften hinterlegt sind. Wenn Sie die Nummer zu einer Serie benötigen, fragen Sie unser Team unter 03923 - 4871180 – wir nennen Ihnen die Teppichqualität und die zugehörige Lizenz.
Häufige Fragen zu Stufenmatten mit GUT-Siegel
Ist das GUT-Siegel dasselbe wie der Blaue Engel?
Nein. Der Blaue Engel ist das staatliche Umweltzeichen mit eigenen Kriterien, das GUT-Siegel ein Branchensiegel der Teppichbodenhersteller mit Laborprüfung auf Schadstoffe, Emissionen und Geruch. Beide adressieren Wohngesundheit, prüfen aber nach unterschiedlichen Katalogen; eine Serie kann eines, beide oder keines tragen.
Riecht eine GUT-geprüfte Stufenmatte nach dem Auspacken gar nicht?
Ein leichter Materialgeruch kann in den ersten Tagen durch die erforderliche Imprägnierung auftreten, auch bei geprüfter Ware – die sensorische Prüfung schließt störende Neugerüche aus, nicht jeden Eigengeruch. Nach dem Verlegen einmal gut lüften genügt in der Regel.
Gilt das Siegel für die ganze Matte oder nur für den Teppich?
Für die Teppichqualität, aus der die Matte gefertigt ist. Kettelgarn, Klebestreifen und PVC-Winkel sind nach unserem Verständnis Zubehör und nicht Gegenstand der Teppichprüfung – wer es genau wissen will, fragt uns nach der Lizenz der jeweiligen Qualität.









